Buchmarketing

utkieker_Blog_kleinWeniger ist mehr, oder ist weniger zu wenig?

Was und wieviel ist zu tun, wenn ein neus Buch auf den Markt gekommen ist? Wieviel Werbung ist nicht aufdringlich? Soll ich es mir um den Hals hängen und damit durch die Fußgängerzonen der Großstädte laufen und mit Flyern und Autogrammkarten um mich werfen? Das wäre eine Möglichkeit, aber nur, um als durchgeknallte Autorin bekannter zu werden.

Gewinnspiele, Aktionen, Leserunden, Wanderbücher … sind noch eine Möglichkeit, um auf das Buch aufmerksam zu machen. Aber sie kosten viel Geld, weil erwartet wird, dass die Bücher verschenkt werden. Mein Verlag ist großzügig und hilft mir dabei. Doch auch das hat natürlich Grenzen.

Lesungen, Signierstunden … logisch. Pech, wenn um den Zeitpunkt herum hunderte, tausende andere Bücher frisch auf dem Markt sind und sie alle zugleich beworben werden wollen. Das geht dann alphabetisch: P wie Promi, kommt vor S wie Schmitz.

Gut, es gibt die sozialen Netzwerke. Klar, habe ich Fanseiten und private Seiten, bin bei Facebook, Lovelybooks, Seniorbooks, Twitter, Google+, XING, Linkedin, demnächst bei Instagram … obwohl ich nicht vorhabe, mich jeden Morgen halbnackt vor dem Spiegel zu fotografieren, aber vielleicht hilft es ja mein Buch in den Spiegel zu halten …

Wie oft sollte man Werbung machen dürfen, müssen?
Wie sollte man erfolgreich Werbung machen?
Oder spricht sich ein Top- oder Bestseller einfach so herum?
Oder muss man für Werbung tief in die Tasche greifen?

Ich bin nicht dahinter gekommen und experimentiere noch.
Würde ein Teilen, dieses Beitrags helfen? Man weiß es nicht.

Buchpremiere Spiekerooger Utkieker

utkieker_TwitterAm 20.06.2016 um 20 Uhr fand die Buchpremiere zum neuen Roman Spiekerooger Utkieker statt. Da lag es nahe, sie auf der Insel Spiekeroog zu geben, im wunderschönen Inselkino mit rund einhundert Plätzen.

Nun bin ich, was Lesungen angeht, einiges gewöhnt. Fast nichts kann mich erschüttern. Es gibt immer einen Plan B. Auch das Lampenfieber hält sich mittlerweile in Grenzen, und wenn mal Bücher nicht rechtzeitig (z.B. aus der Druckerei) in der Buchhandlung angekommen sind, so ist das natürlich ärgerlich, aber in dem Moment nicht zu ändern. Meistens nehme ich auf Verdacht eigene Exemplare mit, falls vorhanden.

Kritisch wird es jedoch, wenn es am Premierenabend dermaßen stark und anhaltend regnet und stürmt, so dass man sich fragt, wer sich bei dem Wetter aufmacht, zu einer Lesung zu gehen. Wenn man dann die Veranstalterin zaghaft fragt, wieviele Karten verkauft seien und sie flüstert: „Drei!“, dann gebe ich es zu, auch nervös zu werden.

2016-06-20-19.21.05-768x576Das erste Pärchen erschien eine halbe Stunde früher. Die Hoffnung schwand, ein Dritter würde kommen … doch dann … fünfzehn Minuten vor Lesebeginn, trafen immer mehr Personen ein, denen die Vorfreude deutlich anzusehen war. Das Kino füllte sich. Bis auf einige wenige, waren alle Plätze besetzt.

Ein Moment des Glücksgefühls.

 

 

Recherchereise nach Spiekeroog

Weblog_Spiekeroog_Ingrid SchmitzManchmal muss eine Autorin auch Opfer bringen. 😉 Die Recherche zu meinem neuen Kriminalroman führte mich direkt nach Spiekeroog, auf die ostfriesische Nordsee-Insel.
Es war wundervoll!
Zunächst recherchierte ich von Zuhause aus. Ich fand sehr viele hilfreiche Webseiten und Foren und sah mir auf You Tube gefühlte hundert Videos von der grünen Insel an. Irgendwann hatte ich mir selbst den Mund so meerwässrig gemacht, dass mich nichts mehr an meinem Schreibtisch hielt.

Mein Auto für sechs Tage abzustellen, um dann mit der Fähre auf die autofreie Insel zu fahren, kostete mich einige Überwindung. Nachdem ich mich an die langen Fußmärsche gewöhnt hatte und der Muskelkater langsam nachließ, gefiel es mir sogar. Die salzhaltige Luft, die unendlich weiten Sandstrände und die ruhige See taten mir gut, ließen die Zeit langsamer vergehen und doch wieder nicht. Ich war ja nicht zum Vergnügen hier. So wandelte ich auf den Spuren meiner Serienfigur Mia Magaloff, „spielte„ alles nach, was ich ihr vorher auf dieser Insel angedichtet hatte. Ein unbeschreibliches Vergnügen, sie im Inselcafé – im Geiste – sitzen zu sehen, mit der Polizei und der Feuerwehr Kontakt aufzunehmen und sie mit meinen Fragen zu löchern und mir die Begebenheiten anzuschauen, wo die erste Tote gefunden wird – und dann sah ich ihn … leibhaftig und in voller Größe: De Utkieker.Weblog_Spiekeroog_Utkieker_Ingrid Schmitz
Um ihn dreht sich die Kriminalstory Spiekerooger Utkieker. Er ist der Wächter der Insel und wendet das Unheil vom Kleinod Spiekeroog ab.
Na, ja, in meinem Krimi läuft da zunächst einiges schief …

 

Kurz und kriminell

kurz und kriminell_Ingrid SchmitzgrIm Laufe meines Schriftstellerlebens, das hauptberuflich im Jahr 2000 begann, sind eine Menge Kriminalkurzgeschichten zusammengekommen. Die Short-Stories, wie sie noch genannt werden, sind in unterschiedlichen Anthologien veröffentlicht worden. An einigen hänge ich sehr, andere wiederum sind selbst mir in Vergessenheit geraten. Das durfte nicht sein. Deshalb bin ich froh, dreißig meiner „Best-of„ nun in einem Sammelband präsentieren zu können.

Hier der Klappentext dazu:
In kurz und kriminell treffen Sie nicht nur auf alte Bekannte, wie die 72-jährige Auftragsmörderin Betty bei einem Cappuccino; Britta, die Plastikschüsselverkäuferin mit den hohen Verkaufszahlen oder die Friseurin Danielle, die auch des Nachts Hausbesuche macht – sondern neue Hauptdarsteller in mörderisch besinnlichen Geschichten.
Zum Beispiel werden für die 83-jährigen Bonnie und Klaus die Ehe und das Alter zur Hölle und Marlene entdeckt die Bücher von Erich Maria Remarque und dass sie ihr Leben dringend ändern muss. Außerdem erfahren Sie, warum das Basteln von Adventskalendern tödlich enden kann.

Broschiert: 240 Seiten
Verlag: rectoverso ein Imprint von CONTE Verlag; Auflage: 1., Erstausgabe (Januar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3944527089
ISBN-13: 978-3944527086
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 2,5 x 20,3 cm

Mit einem Klick aufs Cover geht es direkt zu Amazon. Gerne verschicke ich das Buch auch direkt und signiert. Kurze Mail genügt.

R.I.P – meine liebe Freundin

IMG_8896 (2)Pfingstmontag ging es mir sehr gut – bis der Anruf kam. „Astrid ist tot„, wurde mir leise gesagt.

Unmöglich. Ein paar Wochen vorher hatte ich doch meiner Freundin und Autorin Astrid della Giustina eine Mail geschrieben und prompt eine Antwort bekommen. Es gehe ihr gut, bis auf die Hüfte. Aber das sei ja kein Wunder, bei der Rennerei, die sie als Hotelmanagerin habe. Wir wollten uns in Kürze treffen. Endlich mal wieder im Chinesichen Restaurant treffen, zum Büfett-Essen, so wie wir es früher oft gemacht hatten. Wollten über neue Projekte sprechen, über dies und das, das Schreiben und die Zukunft …